Lerne deinen PC kennen: Mainboard Anschlüsse

Heute widmen wir uns der zentralen Platine des PCs: Das Mainboard

Die Hauptplatine (Mainboard, Motherboard) ist die Platine, die sämtliche Komponenten und Anschlüsse zusammen führt. Auf ihr sind Bauteile wie Prozessorsockel, RAM-Steckplätze, BIOS-Chip und weitere Erweiterungskarten montiert. Leiterbahnen auf verschiedenen Ebenen verbinden diese Komponenten und Anschlüsse.

 

 

RAM-SLOTS

RAM steht für Random Access Memory, also der Arbeitsspeicher des PCs. Hierfür gibt es, aufgrund der stetigen Erweiterung der Technologie, verschiedene Bauformen. Man unterscheidet zwischen:

  • DIMM: 168 Kontakte für SDRAM, 184 Kontakte für DDR-SDRAM und 240 Kontakte für DDR2-SDRAM
  • RIMM: 184 Kontakte für RDRAM
  • SIMM: 30 bzw. 72 Kontakte für FPM-RAM oder EDO-RAM

Beim Kauf von zusätzlichen Arbeitsspeicher sollte man also darauf achten, ob der gewählte RAM-Riegel mit den Anschlüssen kompatibel ist. Hilfreich ist hier das Programm CPU-Z, die sämtliche Infos über deinen PC liefert.

 

Erweiterungsslots

Weiter geht es mit den länglichen Erweiterungsslots. Diese werden hauptsächlich für den Einbau von zusätzlichen Karten wie Grafikkarte, Netzwerkkarte oder Audiokarte verwendet. Für die Grafikkarte wird hauptsächlich der PCIe x16 Slot verwendet, da dieser mit am schnellsten ist. Man unterscheidet derzeit nur noch zwischen PCIe 2.0 und PCIe 3.0. Hierbei ist zu erwähnen, dass neue Grafikkarten die mit PCIe 3.0 ausgeschrieben sind, auch mit PCIe 2.0 Slots kompatibel sind. Außerdem ist PCIe 4.0 in der Entwicklung. Wir sind gespannt, was uns da erwartet!

 

S-ATA / IDE – Konnektoren für Festplatten, DVD-Laufwerke & Co

Für die Kommunikation zwischen Datenspeichern, optischen Laufwerken anderer passender Peripheriegeräte und dem Motherboard werden zwei unterschiedliche Technologien verwendet:

  • IDE (auch als P-ATA bezeichnet) ist ein mittlerweile veralteter, 40poliger Anschluss
  • S-ATA (die modernere Anschlussvariante), deren Datendurchsatzgröße gegenüber IDE wesentlich verbessert ist

Je nach Mainboard werden unterschiedlich viele Steckplätze dieser beiden Anschlussmöglichkeiten angeboten – der IDE-Steckplatz ist überdies nur noch bei mittlerweile veralteten Mainboards zu finden. Bei der Auswahl eines neuen Mainboards ist vor allem zu beachten, welche Farbcodierung die S-ATA-Steckplätze vorhalten:

  •  Schwarz: Schwarze S-ATA-Steckplätze stehen für die erste Generation und bieten einen theoretischen Datendurchsatz von rund 1,5Gbit/s
  • Rot: Rote S-ATA-Steckplätze können, müssen aber nicht zwingend, auf S-ATA II Steckplätze hindeuten. Genauso ist es aber möglich, dass es sich um S-ATA I Steckplätze handelt – in diesen Fällen ist die Codierung vor allem für die Nutzung von Raid-Konfigurationen gedacht.
  • Blau: Die blau gefärbten S-ATA Steckplätze stehen für S-ATA III und zeigen an, dass es sich hierbei um die aktuellste Verbindungsmöglichkeit handelt. Blaue S-ATA-Steckplätze bieten einen maximalen theoretischen Datendurchsatz von bis zu 6Gbit/s

 

USB-Konnektoren für Gehäusesteckplätze

Einige moderne Mainboards bieten zusätzliche Steckplätze für USB-Erweiterungen, die sich in der Regel im Gehäuse befinden. Es handelt sich dabei um sogenannte „interne“ USB-Steckplätze. Durch den Anschluss der meist an der Frontseite des Gehäuses angebrachten USB-Steckplätze an die entsprechende Aufnahme auf dem Mainboard lassen sich zusätzliche USB-Slots nutzbar machen. Weitere Infos dazu findest du beim Mainboard Ratgeber.

 

Onboard – Das Anschlusspanel auf der Board-Stirnseite

An der Stirnseite jedes Mainboards sind viele verschiedene Anschlussmöglichkeiten vorhanden. Audio-Anschlüsse, Netzwerkbuchse und weitere Anschlussoptionen sind vorhanden und können bzw. sollen bei der Planung bzgl. einer Neuanschaffung entsprechend berücksichtigt werden. Alte Anschlusstechniken wie die serielle Schnittschnelle ist mittlerweile zu veraltet und nu noch auf sehr wenigen Mainboards überhaupt zu finden.